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Mehrere Drohnen nahe AKW Gösgen gesichtet – Polizei untersucht Vorfall

Däniken (SO) – Mehrere unbekannte Drohnen sind am Sonntagabend in der Umgebung des Kernkraftwerks Gösgen gesichtet worden. Der Vorfall hat einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Kantonspolizei Solothurn hat Ermittlungen aufgenommen, um die Herkunft der Drohnen sowie deren Pilotinnen oder Piloten zu identifizieren.

Gemäss ersten Informationen meldete ein Anwohner kurz vor 22.40 Uhr mehrere Drohnen, die sich in Richtung des Kernkraftwerks bewegten. Einsatzkräfte der Polizei konnten vor Ort ebenfalls Flugobjekte beobachten. Wie viele Drohnen tatsächlich unterwegs waren und welchen Flugweg sie genommen haben, wird derzeit abgeklärt.

Das Kernkraftwerk Gösgen betonte, dass der sichere Betrieb der Anlage zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen sei. Nach Bekanntwerden der Sichtungen überwachte der Werkschutz das Gelände verstärkt. Hinweise auf eine Gefährdung der nuklearen Sicherheit liegen nach aktuellem Stand nicht vor.

Rund um das AKW Gösgen gelten für Drohnen strenge Flugbeschränkungen. Flüge innerhalb der Sperrzone sind grundsätzlich nur mit einer behördlichen Bewilligung zulässig. Verstösse gegen diese Vorschriften können je nach Schwere des Falls straf- oder verwaltungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Die Solothurner Polizei arbeitet bei den Ermittlungen mit weiteren Behörden, darunter dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), zusammen. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Anzahl der eingesetzten Drohnen, deren Startort sowie den verantwortlichen Personen. Bislang wurden keine Festnahmen gemeldet.

Die Untersuchungen dauern an. Die Behörden bitten Personen, die am Sonntagabend in der Region Obergösgen oder Däniken verdächtige Drohnen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich bei der Polizei zu melden.

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